Schuldenfalle Handy

Schulden Smartphone

Besonders bei Jugendlichen ist das Handy zu einem Statussymbol geworden und es wird längst nicht mehr nur zum Telefonieren genutzt. Fotos machen, Filme ansehen, schnell auf Facebook seinen Status ändern und vieles mehr prägen mittlerweile den Alltag der Kinder im Umgang mit dem Mobiltelefon. Bei diesem regen Nutzen dieses technischen Kleingerätes verlieren die Kinder schnell einmal den Überblick und kaum eines kann sagen, wie viel SMS oder MMS es heute gerade verschickt hat. Eine Überlastung des Rechnungsbudgets kann da schnell einmal vorkommen und zur Schuldenfalle werden.

Das Aussehen oder die Kleidung ist heute bei den Kindern nicht mehr ausschlaggebend um sich in der Gruppe abzuheben. Vielmehr ist es das Handy, welcher den Status in der Gegenwart einem Kind in seiner Clique zuspricht, moderner, technisch ausgereifter und natürlich immer das neuste Modell sollte es sein. Die Hersteller dieser Geräte haben sich dies zu Nutze gemacht und sich den modischen Trends angepasst, dadurch wird es nicht nur immer schlanker, schöner und moderner, sondern es kommen immer schneller auch neue Modelle auf den Markt. Doch die Geräte sind nur ein kleines Problem, wenn man die Nutzungskosten zusätzlich betrachtet, denn die Anschaffung von einem neuen Handy scheitert oft an dem vorhandenen Budget.

Hingegen sind die Kosten von der Datennutzung der neusten Smartphone ein regelmäßiger zu entrichtender Betrag, der erst beim Erhalt der Rechnung einen Schock auslösen kann. Da die Displays immer ausgereichter werden und die Bandbreite der Datenübertragung immer schneller, wird das Handy oft für das Surfen im Internet genutzt und dies kann ziemlich teuer werden, wenn nicht auf die richtige Wahl des Abo-Vertrages geachtet wird. Allzu oft locken die Anbieter mit Schnäppchenpreisen für ein neues Gerät, welche an einen entsprechenden Vertrag gebunden ist. Dabei werden die Folgekosten durch den unschlagbaren Anschaffungspreis oftmals außer Acht gelassen.

Der erste Verantwortungstest

In den meisten Fällen gehen die Kinder durch einen solchen Vertrag mit einem Telekommunikationsanbieter die erste Verpflichtung ein und sind sich der gesamten Ausmaße dieses vertraglichen Versprechens überhaupt nicht bewusst. Dazu kommt meist noch der Gedanke, dass im Notfall die Eltern die mögliche hohe Rechnung bezahlen werden.

Aber allzu oft kommt es auch vor, dass die Eltern oder Verwandten selbstverschuldet diese enormen Kosten verursachen. Sie wollen dem geliebten Kind eine Freude machen, kaufen dabei das neuste Gerät, ohne selbst auf die Abo-Kosten zu achten. Natürlich macht man mit einem solch schönen Geschenk einem Kind eine große Freude, doch ob das Kind in seiner Begeisterung auf die Kosten achten wird, ist hier fraglich. Teure Klingeltöne, Videofilme und Spiele werden ungeachtet der Kosten heruntergeladen und rege genutzt. Dabei vergessen viele Kinder, dass auch die meisten Spiele eine Internetverbindung für das Vergnügen benötigen und somit fortlaufen Datentransferkosten entstehen.

Kommt dann eine hohe Rechnung ins Haus, ist man erst einmal ratlos, denn telefoniert hat man eigentlich fast nie. Schaut man dann genauer hin, sieht man als größten Kostenpunkt das enorme Datenvolumen.

Junge Leute sind besonders gefährdet

Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind gefährdet in eine solche Schuldenfalle zu geraten. Sie scheinen gerade in diesem Alter dem Konsumzwang und dem Gruppendruck zu unterliegen. Dadurch kommt es besonders bis zu einem Alter von zirka 29 Jahren oftmals zu bewusster oder unbewusster Überschuldung. Die Folge ist, dass die Rechnungen nicht bezahlt werden und sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Mittlerweile kennen wir in unserer Gesellschaft das Phänomen „Internetsucht“, ein Handy könnte hier die gleichen Symptome einer Sucht zeigen, denn oft wird sorglos telefoniert, SMS und MMS verschickt oder stundenlang im Internet seine Zeit verbracht. Die Sorgen kommen dann erst beim Öffnen der Rechnung.

Der Ausweg: Prepaid

Sicher, es gibt die einen oder anderen Mobilanbieter, die ganz gute und günstige Angebote für Jugendliche anbieten. Doch ein Angebot kann noch so gut sein, wenn der Nutzer sich nicht daran richtet. Hier ist es wichtig, dass ein Kind nicht nur seine Verantwortung kennt, sondern auch die Grenzen von seinem Handy-Abo, sowie die möglichen Kostenfolgen. Erst dann kann ein möglicher Schutz vor zu hohen Rechnungen bestehen.

Will oder kann sich das Kind nicht danach richten, gibt es nur noch einen möglichen Ausweg, die Anschaffung eines Prepaidhandys. Nur mit diesem ist eine genaue Kostenkontrolle möglich, mit dem man die Nutzung und die Ausgaben zu 100% im Blick behalten kann. Wer zu viel telefoniert und sich im Internet tummelt und kein Geld mehr hat, kann auch das Mobile nicht mehr nutzen. Haben sich trotzdem enorme Schulden angehäuft, sollte man nicht mehr allzu lange warten und die Hilfe der Schuldnerberatung in Anspruch nehmen.

Bildquelle: JESHOOTS / pixabay.com

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