Wie gefährlich sind Selfies?

Selfie Gefahr

Seit Selfies in Mode sind, quillen die Familienalben fast über. Selbstporträts in allen Variationen werden an den unterschiedlichsten Orten aufgenommen und durch die Welt geschickt. Auf sozialen Netzwerken wird ein Selfie nach dem anderen hochgeladen. In einer Art ist es schön, dass es nun so viele bleibende Erinnerungen von Dir und Deinen Lieben gibt, aber auf der anderen Seite kann es auch gefährlich sein.

Zu viel Onlinepräsenz ist auch nicht gut

Denk mal darüber nach, was andere User von sozialen Netzwerken alles über Eure Familie im Netz herausfinden können. Häufig ist es genau nachvollziehbar, was Familien an den Wochenenden gemacht haben, wohin der Urlaub ging und welche Missgeschicke passierten. Es ist ja nicht weiter schlimm, wenn jemand offen ist, aber es lässt sich leider nicht immer kontrollieren, wer sich die Informationen und Bilder genau anschaut. Du solltest daher immer ein waches Auge haben und schauen, welche Selfies Dein Kind wo veröffentlicht. Vielleicht sind manche einfach nicht für die Öffentlichkeit geeignet.

Erkläre die Hintergründe

Erkläre Deinem Kind genau die Hintergründe, warum es manchmal gefährlich sein kann, Selfies allzu freizügig im Netz zu veröffentlichen. Bei den meisten sozialen Netzwerken kannst Du den Freundeskreis beschränken und hast somit den Überblick, wem die Selfies zugänglich gemacht werden, und wem nicht. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Es sind schon einige Familien und User wegen unbedacht eingestellten Bildern in arge Schwierigkeiten geraten. Es muss dafür nicht ungesetzliches auf den Bildern sein, es reicht schon aus, wenn das süsse Gesicht Deines Kindes die Aufmerksamkeit von Menschen erregt, mit denen Du lieber nichts zu tun haben möchtest.

Sprich keine Verbote aus

Nach Möglichkeit solltest Du Deinem Kind gegenüber keine Verbote aufgrund der Selfies aussprechen. Lass es nach Herzenslust Bilder machen. Du würdest ansonsten in Gefahr laufen, die Kreativität von Deinem Kind einzuschränken, daher solltest Du Dich mit Verboten wirklich zurückhalten. Du kannst Deinem Kind aber erklären, dass es Menschen gibt, denen man nicht gerne alle Bilder aus seinem Leben zeigen möchte. Genauso wenig, wie man den Nachbarn, wenn sie zu Besuch kommen, gleich das Familienalbum zeigt, sollte auch im Internet vorsichtig mit der eigenen Privatsphäre umgegangen werden. Dein Kind wird diese Aspekte sicherlich sofort verstehen.

Ein Kompromiss ist schnell gefunden

Solltest Du mit Deinem Kind über diese Problematik sprechen, kannst Du schnell einen Kompromiss vorschlagen, mit dem Ihr alle leben könnt. Schlage daher vor, dass jeden Tag alle Selfies und übrigen Fotografien auf den Familienrechner geladen werden. Richte für jedes Familienmitglied einen speziellen Ordner für diese Bilder ein. In diesem Bilderordner kannst Du noch einen Unterordner einrichten. In diesen Unterordner verschiebst Du die Selfies und Fotografien, die Deiner Meinung nach für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Alle anderen Aufnahmen sind für die Öffentlichkeit tabu.

Natürlich bedeutet diese tägliche Sichtung aller Aufnahmen einen enormen Zeitaufwand für Dich, aber vielleicht ist Dein Kind auch einmal nicht so fleissig beim Fotografieren und es reicht aus, wenn Du die Bilder einmal in der Woche sortierst. Das ist aber der einzige Weg, der Dich vor ungewollten Veröffentlichungen schützen kann. Schon allein aus diesem Grund solltest Du Dir die Mühe machen, zudem sind alle Aufnahmen wirklich gesichert und können nicht mehr verloren gehen.

Bildquelle: Matlachu / pixabay.com

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