Frisch ertappt auf Erotikseiten

Erotik Online schutz

Hast Du Dein Kind schon einmal auf einer online Erotikseite ertappt oder den Besuch im Browserverlauf gefunden? Wie hast Du da reagiert? Es ist als verantwortungsvolle Mutter gar nicht so einfach, in einer derartigen Situation, den richtigen Ton zu treffen.

Verbotene Seiten wecken die Neugier

Prinzipiell ist es immer so, dass verbotene Internetseiten stets die Neugier der Menschen wecken, natürlich auch die von Kindern. Früher waren es die Erotikhefte die heimlich gelesen wurden, nachdem sie zumeist überteuert heimlich vom Taschengeld gekauft wurden, heute sind es die Erotikseiten im Internet, die das Interesse wecken. Diese Entwicklung ist vollkommen normal und sollte keinesfalls bestraft werden. Wichtig ist nur, dass Du Dir dann die Zeit nimmst, und ein Gespräch mit Deinem Kind führst. Sprich möglichst sachlich mit Deinem Kind über dieses Thema und verurteile es nicht. Wahrscheinlich hat sich Dein Kind nur informiert, um bei den Gesprächen der Freunde und Freundinnen nicht als unwissend, dazustehen.

Argumentiere klug

Es ist daher sinnvoll, dass Du keine Verbote aussprichst, sondern Erklärungen abgibst. Kläre Dein Kind auf, dass die meisten Seiten kostenpflichtig sind und hohe Gebühren kosten. Nicht immer sind die Erotikseiten im Internet sicher, je nachdem, wo die Betreiber beheimatet sind, kann es auch vorkommen, dass Trojaner oder Viren auf den Rechner kommen. Nutze die Zeit der Unterhaltung und beantworte bereitwillig alles Fragen Deines Kindes, die mit dem Thema Erotik in Verbindung stehen. Meistens reicht ein offenes Gespräch mit Kindern aus, um die aufkommende Neugier, stillen zu können.

Kontrolle sollte sein

Als Administrator kannst Du immer wieder den Browserverlauf Deines Computers einsehen und kontrollieren, ob weiterhin, auch nach dem offenen Gespräch mit Deinem Kind, erotische Seiten online besucht werden. Dir bleibt dann immer noch die Möglichkeit, die diversen Seiten zu sperren. Dies sollte aber der letzte Schritt sein, vorher solltest Du in jedem Fall versuchen das Vertrauen zu Deinem Kind auszubauen und Dich nach den Beweggründen erkundigen, warum es immer wieder Erotikseiten besucht. Es kann auch förderlich sein, wenn Du mit anderen Familienmitgliedern oder Müttern über dieses Thema sprichst. Achte aber darauf, dass Du Dein Kind in keinem Fall in eine peinliche Situation bringst. Du möchtest sicherlich auch weiterhin als Vertrauensperson Deinem Kind zur Seite stehen, das geht nicht, wenn Du das Vertrauen, was Dein Kind Dir entgegenbringt, missbrauchst.

Wahrscheinlich handelt es sich nur um eine Phase

Jedes Kind kommt einmal in die Phase, in der es sich für Sexualität interessiert. Manche Kinder interessieren sich eher dafür als andere, daher solltest Du nicht beunruhigt sein. Das Thema wird schnell wieder langweilig, wenn alle offenen Fragen beantwortet sind. Da Kinder schnell spüren, dass das Thea Erotik und Sexualität selten offen im Kreis der Familie besprochen wird, geht es heimlich auf die Suche nach Antworten. Nirgendwo ist die Recherche leichter, als im Internet. Du solltest daher nicht ärgerlich reagieren, Dich aber auch nicht lustig machen. Egal, ob in Verbindung mit dem Internet oder in anderen Situationen, alle Eltern sind immer gefordert, in Bezug auf Erotik und Sexualität besonders sensibel und einfühlsam mit ihrem Kind, zu reden. Es muss ein guter Mittelweg zwischen Aufklärung und Schutz gefunden werden, der Kinder in keinem Fall überfordert.

Bildquelle: Jörg Brinckheger / pixelio.de

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