Wenn Kinder die digitalen Profis sind

Digitale Profi Kind

Schon nach der Anschaffung der ersten digitalen Geräte wirst Du schnell erkennen, dass Dein Kind die Handhabung fast schneller beherrscht, als Du. Gerade dann, wenn Du beruflich nicht viel mit Computern zu tun hast, wirst Du kaum die Zeit finden, Dich mit Apps und Softwareprogrammen intensiv auseinandersetzen zu können.

Behalte trotzdem die Vormachtstellung

Selbst wenn Dein Kind geschickter im Umgang mit technischen Geräten ist, solltest Du die Vormachtstellung behalten. Benutze die Fachkenntnis Deines Kindes zu Deinen Gunsten. Bevor Du Dich heimlich weiterbildest, solltest Du Dein Kind direkt ansprechen. Nimm Nachhilfestunden im Umgang mit Smartphones, Tablets & Co bei Deinem Kind. Schnell wirst Du an den glänzenden Augen erkennen, wie stolz Dein Nachwuchs sein wird, wenn auch einmal den Eltern etwas gezeigt werden kann. Sieh Dein Kind mit anderen Augen. Schau Dir an, wie es aufblüht, wie es mit der Technik umgeht und welche Schwerpunkte es legt. Du musst nun ein guter Beobachter sein. Allein durch Deine Beobachtungen gewinnst Du mehr Einblick über seine Nutzungsrituale, als wenn Du Dein Kind direkt darauf ansprichst.

Kinder als Lehrer der Eltern

Kinder sind stolz, wenn sie auch einmal ihren Eltern etwas beibringen können. Bestärke sie dabei. Du kannst nur davon profitieren, wenn sich Dein Kind einmal Dir gegenüber in der Lehrerrolle sehen kann. Das Vertrauen zwischen Euch steigt an. Kinder können Dir zudem die teilweise schwierig nachvollziehbaren Zusammenhänge viel einfacher erklären, als Erwachsene. Warum soll sich Dein Kind nicht auch einmal gut fühlen, wenn sein Wissen gefragt ist und es einfach und überzeugend antworten kann? Spiel den folgsamen Schüler und Du wirst das Selbstbewusstsein Deines Kindes nachhaltig steigern. Das ist wichtig, auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens.

Du ordnest Dich in dieser Situation keinesfalls unter. Im Gegenteil, Du hast endlich einmal die Gelegenheit, Dein Kind offen und ehrlich beobachten zu können. Alles, was es Dir mitteilt und zeigt erfolgt freiwillig. Es braucht keine Angst zu haben, dass es im Anschluss Verbote hagelt, und ist daher wesentlich zugänglicher. Solltest Du trotzdem einen Aspekt im Nutzungsverhalten Deines Kindes finden, der Dir nicht passt, warte mit Deiner Kritik. Bringe Deine Kritik erst einige Tage später an, wenn für Deinen Nachwuchs kein Zusammenhang mehr mit der vorherigen Eltern-/Computerschulung erkennbar ist. Nur so kannst Du das Vertrauen Deines Kindes dauerhaft erhalten.

Was zu bedenken ist

Eines solltest Du nie vergessen, Computer sind die Zukunft Deiner Kinder. Sie müssen sich schon frühzeitig mit Computern, Smartphones und Tablets perfekt auskennen, wenn sie später einmal berufliche Erfolge verzeichnen möchten. Du solltest daher den Wissensdurst Deines Kindes in keinem Fall bremsen, lediglich darauf achten, dass es nicht allzu viele Stunden vor dem Computer verbringt. Du kannst nur die Sicherheit im Netz von Deinem Kind verstärken, wenn Du sein Vertrauen besitzt und aktiv mit ihm am Computer eine gewisse Zeit in regelmässigen Abständen verbringst.

Ansonsten ist Dein Kind innerhalb kürzester Zeit auf einem ganz anderen Level als Du und Du kannst keinen seiner Schritte im Netz mehr nachvollziehen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Familie und Kind ist daher von entscheidender Wichtigkeit, wenn Dein Kind vor Missbrauch aller Art geschützt werden soll.

Bildquelle: White77 / pixabay.com

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