Spiel oder Alltag?

Computer Spiele Alltag

Ist Dein Kind in der Lage, Spiel und Alltag, zu trennen? Viele Kinder spielen ganz bewusst Spiele am Computer, um sie dann im Alltag wieder aufleben zu lassen.

Fantasie muss nicht schädlich sein

Die Fantasie, die Dein Kind beim Spielen entwickelt, muss keinesfalls schädlich sein. Kinder haben sich immer ihre Helden gesucht, die sie dann selber verkörpern und imitieren wollten. Das war früher die Lektüre von Karl May Büchern, heute sind es Computerspiele. Es ist daher absolut nicht beunruhigend, wenn Dein Kind derart intensiv auf Spiele reagiert, dass die Handlungen im Alltag eingebaut werden. Trotzdem solltest Du als Mutter beobachten, ob der Alltag noch als Alltag wahrgenommen wird. Dein Kind sollte in der Lage sein, zwischen Spiel und Wirklichkeit unterscheiden, zu können.

Auf die Auswahl kommt es an

Kritiker sind der Meinung, dass das Spiel nicht zu viel Platz im Alltag finden sollte. Das kannst Du als Mutter allerdings immer noch am besten entscheiden und beobachten. Damit sich die Inhalte, mit denen sich Dein Kind beschäftigt, lohnen, solltest Du bei der Auswahl der Computerspiele mitreden. Im Grunde ist die Situation, in die Dich Computerspiele bringen, nicht anders, als die Auswahl der Filme und Serien, die im Fernsehen angeschaut werden. Hinzu kommt dann noch die Auswahl der Freunde. Kinder können immer wieder in Situationen kommen, die Ärzte, Psychologen und andere Kritiker als bedenklich einschätzen, die Frage ist nur, ob sich ein Kind im Glashaus besser entwickelt.

Diskussionen sind wichtig

Beobachte Dein Kind stets aus der Distanz und versuche zu entdecken, ob es sich in irgendeiner Art negativ verändert. In der Regel gehört auch das spannendste Computerspiel nach einigen Wochen der Vergangenheit an. Verbote solltest Du nur selten aussprechen, da Dein Kind dann nicht mehr offen, sondern heimlich spielt. Du kannst dann kaum kontrollieren, ob es zu einem Freund geht, weil die beiden wie versprochen im Wald spielen möchten, oder ob das heiss geliebte Computerspiel auf einem anderen Computer gespielt wird.

Belohne die Offenheit

Aus diesem Grund solltest Du die Offenheit und Ehrlichkeit von Deinem Kind immer belohnen. Selbst, wenn es Dir beichtet, dass es trotz eines Verbotes ein Computerspiel gespielt hat, solltest Du niemals mit einer Strafe reagieren. Freue Dich lieber, dass das Vertrauen so gross ist, dass die Offenheit siegte. Kinder, die von ihren Eltern häufig betraft werden, werden immer stiller und sprechen nicht mehr über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Eltern, die ihre Kinder häufig strafen, verlieren dadurch schnell den Zugang zu ihnen.

Erst beobachten, dann reagieren

Ganz ohne Verbote geht es leider oft nicht. Du solltest daher immer erst Dein Kind genau beobachten, bevor Du es kritisierst. Bei Kritik und Verboten musst Du genau auf Deine Argumentation achten. Kinder halten sich viel schneller an Verbote und Grenzen, wenn sie selber einen Sinn darin sehen, und den Grund des Verbotes verstehen. Versetze Dich daher oft in die Gedankenwelt Deines Kindes, dann kannst Du Dich viel besser mit ihm verständigen. Es wäre auch nicht schlecht, wenn Du manche Computerspiele gemeinsam mit Deinem Kind spielst.

Bildquelle: Schoggimousse / pixabay.com

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