Ein computerfreier Tag

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Erziehung Computer

Manche Kinder übertreiben es mit der Computernutzung. Da dieses Verhalten nicht von Anfang an abzusehen ist, solltest du gleich zu Beginn einen computerfreien Tag einführen. Nur so wird der Verzicht nicht zur Qual, weil die Regeln schon anfangs festgelegt werden.

Welcher Tag eignet sich am besten?

Welcher Tag sich am besten für einen computerfreien Tag eignet, kannst nur Du selber entscheiden. Am besten ein Tag am Wochenende, wenn die gesamte Familie anwesend ist. Somit wird nicht nur der Familienzusammenhalt gefestigt, es gibt auch genug anderweitige Ablenkung für Dein Kind. Wichtig ist lediglich, dass Kinder, die sich gerne mit Computern und anderen digitalen Geräten beschäftigen, nicht ihre soziale Rolle in der Familie und bei Freunden vergessen. Es muss erkennbar sein, dass die virtuelle Welt und die digitale Welt vollkommen unterschiedlich sind. Ein computerfreier Tag ist daher wichtig und richtig. Natürlich gibt es keine Regel ohne Ausnahmen, daher solltest Du bei der Durchsetzung auch nicht allzu streng sein.

Wann dürfen die Regeln gebrochen werden?

Sicherlich hast Du es schon gemerkt, Dein Kind stellt Dir Fragen, die Du nichts beantworten kannst. Automatisch antwortest Du, dass es doch im Internet nachschauen soll. Am computerfreien Tag würde das aber den Regeln widersprechen. Entweder schaust Du mit Deinem Kind gemeinsam nach, oder erteilst ihm eine Sondergenehmigung. Du solltest auf keinen Fall den Wissensdurst Deines Kindes einschränken, nur weil Ihr Euch darauf geeinigt habt, an einem bestimmten Tag auf den Computer zu verzichten. Chats und anderweitige Aktionen sollten allerdings tabu sein.

Das gute alte Lexikon

Du kannst an Deinem vereinbarten computerfreien Tag festhalten, wenn Du Deinem Kind ein Lexikon als Alternative bieten kannst. Diese Lösung ist sowieso empfehlenswert, da immer wieder auffällt, dass Kinder in der heutigen Zeit, trotz guter Schulbildung, den aktiven Gebrauch des Alphabets nicht beherrschen. Du solltest daher öfter einmal das Lexikon zur Hand nehmen und Deinem Kind Aufgaben stellen. Es muss auch ohne Computer in der Lage sein, alphabetisch angeordnete Begriffe auf Anhieb finden zu können. Dadurch, dass die meisten Kinder heute nur noch Begriffe in Suchmaschinen eingeben, verlernen sie die aktive Anwendung alphabetischer Auflistungen. Nutze daher den computerfreien Tag für derartige Übungen.

Keine allzu starren Regeln

Trotz Eurer Vereinbarung sollte es kein allzu starres Regelwerk geben. Es kann immer wieder mal vorkommen, dass Dein Kind für die Schule etwas recherchieren muss. Sei ihm dann dabei behilflich und achte darauf, dass nur vereinbarte Themenbereiche in die Suchmaschine eingegeben werden. All dieser Problematik brauchst Du Dich aber gar nicht stellen, wenn Ihr innerhalb der Familie am computerfreien Tag gemeinsame Unternehmungen plant. Ablenkung ist immer besser, als Langeweile zu Hause. Besonders an kühlen Regentagen kann das Computerverbot zur Qual werden. Was bleibt dann für eine Alternative, etwa der Fernseher?

Du solltest daher immer abwägen und je nach Situation eine Sonderregelung treffen. Du kannst selber am besten entscheiden, was für Dein Kind in welcher Situation am besten ist. Lass Dich daher von Deinem Bauchgefühl lenken und nicht von vorher aufgestellten Regeln. Du wirst Deine Autorität sicherlich nicht verlieren, wenn Du Dich hin und wieder einmal auf einen Kompromiss einlässt.

Bildquelle: Pezibear / pixabay.com

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